Mittwoch, 9. März 2016
Flying around the world in a bad mood
Ich hasse meine Freunde. Das Fernsehen hat mir falsche Vorstellungen von Freundschaft vermittelt: Menschen, die für einen da sind. Vor allem, wenn man sie braucht. Meine Freunde sind eher so Leute, zu denen geht man, wenn man mit seinen Problemen fertiggeworden ist und wieder klarkommt – denn sie kommen ja selber kaum klar. Ich träumte lange der unzertrennlichen Clique von friends oder auch frenemies nach, die sich im Notfall wie eine Armee um einen herum sammeln würde; Familienersatz.

Ich hasse meine Freunde, und deshalb nutze ich keine sozialen Medien; ich will nicht Zeuge ihrer plumpen (wenn sie wenigstens gut gemacht wäre!) Selbstdarstellung werden und ich will auch nicht sehen, wie sie wie die Trottel auf meine reinfallen.

Um genau zu sein mag ich niemanden auf dieser Erde, und hier das traurige Geständnis: Ich mag niemanden so sehr, dass ich ihn*sie vermissen würde. Rund um mich herum könnten sie, keine Ahnung, in einen Vulkan fallen, und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es erst Wochen (Monate) später bei mir ankommt, und die Wahrscheinlichkeit ist klein, dass es mich juckt. Erleichternd wäre es eher.

Ich bin so mürrisch und unausgeglichen wie lange nicht mehr. Blogger.de ist so eine prähistorische Blogplattform, ich weiß nicht, ob ich mit reinem Stein oder mit Bronze/Kupfer darauf einschlagen soll. Zufällig habe ich die Navigation auf diesem Blog gelöscht (ja, das geht hier), so dass ich durch Kerzenanzünden und Wünschelrutengänge (und anderen mystischen Tricks) erst mal das "Neuen Blogeintrag erstellen"-Menü auffinden musste.

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